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Austauschprogramme mit Frankreich, Spanien und den USA

Seit 1984 führen wir an unserem Gymnasium den deutsch-französischen Schüleraustausch zwischen Schenefeld und Voisins-le-Bretonneux durch. Dieser Ort liegt im Südwesten von Paris und in der Nähe von Versailles. Da seit dieser ersten Begegnung jährlich ein Austausch zwischen unseren Schulen stattgefunden hat, sind Lehrer unseres Gymnasiums an die Stadt Schenefeld herangetreten, weil sie mehr als nur eine Schulpartnerschaft in den beiden Orten wollten.  Seit 2006 sind nun die beiden Städte Voisins und Schenefeld „verschwistert“ und freundschaftlich miteinander verbunden.

So ging auch im Jahre 2016 der Schüleraustausch zwischen unseren Schulen in eine neue Runde. Mme Courtois und M. Cormier besuchten unser Gymnasium im März 2016 mit einer Gruppe von über 30 Schülern und Schülerinnen. In Familien der 8. und 9. Klassen waren sie für eine Woche zu Gast und konnten ein Bild von unserer deutschen Lebensart und unserer Kultur gewinnen. Sie kamen in den Schulunterricht, wurden im Rathaus und unserer Cafeteria als Gäste begrüßt und unternahmen Exkursionen nach Hamburg und Lübeck, wo sie einen Einblick in die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Städte erhielten.

Im Mai 2016 machte sich dann die deutsche Schülergruppe in Begleitung von Frau Raffelsieper und Frau Stein für eine Woche zum Gegenbesuch auf den Weg nach Frankreich. Die Aufnahme in der Partnerschule war wie immer ausgesprochen herzlich: Zum Empfang erwartete die Gäste ein Kuchenbuffet mit französischen Köstlichkeiten. Die Exkursionen der nächsten Tage werden unseren Schülern und Schülerinnen sicher in bester Erinnerung bleiben: Paris mit all seinen Sehenswürdigkeiten war zweimal Ziel von ganztägigen Ausflügen. Aber auch  der Besuch in Versailles mit Besichtigung der prunkvollen Königsgemächer und Blick auf den weiten Park erwies sich doch wieder einmal als besonderes Highlight. Die Teilnahme an Unterrichtsstunden im „collège“ und ein deutsch-französisches Sportturnier ermöglichten unserer Gruppe, Einblicke ins französische Schulsystem zu gewinnen und Vergleiche anzustellen.

So trägt der Schüleraustausch doch immer wieder dazu bei, intensive und unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln. Das gegenseitige Kennenlernen ist eine Chance für unsere Schüler und Schülerinnen, Vorurteile abzubauen, sich über beide Nationalitäten mit verschiedenartigen Traditionen auszutauschen, in der Fremdsprache zu kommunizieren und damit die Sprachkompetenz zu verbessern, aber auch – und das ist eigentlich das Wichtigste: Freundschaften zu schließen.

Genau das sollte vor allem die Verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland sein, aber auch zwischen allen anderen europäischen Ländern.  Das nämlich ist die Voraussetzung für den europäischen Zusammenhalt.

Claudia Raffelsieper

spanien0786Schüleraustausch mit Spanien 

l Aprender espanol? Pues, claro que si!
Natürlich lehren und lernen wir an unserer Schule Spanisch. Denn wenn an die 300 Millionen Menschen weltweit Spanisch sprechen, dann wollen wir das auch. Klar, Spanien kennt jeder: Mallorca, paella, Stierkampf, olé… war da noch mehr? Ja, jede Menge: Picasso, die Azteken, Kolumbus, Garcia Márquez, Tango, Flamenco ….
En serio (mal ernsthaft): Seitdem spanische Restaurants zu jeder deutschen Kleinstadt gehören, die VHS Flamenco-Kurse anbietet und lsabel Allende seinerzeit mit dem „Geisterhaus“ lateinamerikanische Mythen verbreitet hat, boomt das Interesse an der spanischen Sprache. Und schließlich ist Spanien EU- Mitglied und Lateinamerika als Handelspartner fester Bestand- teil der Wirtschaft. Genug Gründe also, mehr zu entdecken: Wie und wo ist denn eigentlich die berühmte paella entstanden und wie und wann würde ein Spanier sie nie essen? Woher kommen die Musik und der Tanz des Flamenco und warum kann es in Touristenbars gar keinen echten Flamenco geben? Und schließlich gibt es jede Menge Literatur und Kultur fernab von lsabel Allende zu entdecken.

Wir fangen aber erstmal ganz einfach mit Sprechanlässen aus dem wirklichen Leben an, so dass unsere Schülerinnen und Schüler nach einem Jahr Unterricht sich im spanischen Alltag schon gut zurechtfinden können. Denn im Spanischen wird alles so gesprochen, wie es geschrieben wird, und so geschrieben, wie es gesprochen wird – außerdem kann man auch noch auf seine Französisch- oder/und Lateinkenntnisse zurückgreifen. Und wir arbeiten mit einem modernen Lehrwerk – der Neuauflage von „Encuentros“ -, mit dem die Schülerinnen und Schüler auch so Spanisch lernen, wie es Jugendliche in Spanien oder Lateinamerika sprechen. Landeskunde, authentische Texte, Filme, Theater, Internet… por supuesto/selbstverständlich.

Und noch etwas: Wir führen mit unserer Partnerschule im Norden Spaniens, dem Colegio Verdemar in Santander, alle zwei Jahre einen Austausch durch. Wir leben eine Woche in spanischen Familien, lernen das Schulsystem dort kennen, erkunden spanische Lebensweise, entdecken die Atlantikküste und die Picos de Europa und kennen nach einer Woche die neuesten Redewendungen. Tja, manch einer/eine ist dann doch erstaunt, dass das wirkliche Spanien ganz anders ist als viele sich das vorgestellt haben.

Spanisch bieten wir als dritte Fremdsprache ab der achten Klasse an. Wir: Das sind Frau Albrecht, Frau Rasche, Frau Raschke und Frau Stein.

Christiane Rasche

usa-fotoSightseeing in New York City, Bootsfahrt an  den Niagarafällen, Besuch einer typischen High School – durch unseren USA Austausch ist das für Schenefelder möglich

Seit 2007 führen wir regelmäßig einen mehrwöchigen Sprach- und Kulturaustausch mit den USA durch. Alle zwei Jahre fliegen Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 und 10 in die Vereinigten Staaten. Auf dem Hinflug verbringen wir drei Tage in New York City und fliegen dann weiter nach Buffalo. Dort erwarten uns die Gastfamilien, die uns in ihre Stadt North Tonawanda, unweit der Niagara Fälle, mitnehmen. Die Schenefelder bekommen einen Einblick in das amerikanische Familienleben und erweitern so ihre sprachliche und kulturelle Kompetenz erheblich. Neben der Teilnahme am regulären Unterricht der North Tonawanda High School, unserer Partnerschule in den USA, stehen auch Ausflüge nach Kanada, zum Letchworth State Park und natürlich zu den so nahen Wasserfällen auf dem Programm.

Unser Besuch findet jeweils im Oktober statt und der dazugehörige amerikanische Gegenbesuch wird immer für den darauffolgenden Sommer erwartet. Hier zeigen wir den amerikanischen Gästen dann Hamburg, die Küste sowie weitere typisch nordische Städte wie Bremen, Flensburg, Lübeck oder Lüneburg. Zum Abschluss dieses Großprojekts organisieren wir ein größeres Grillfest, an dem alle am USA Austausch Beteiligten teilnehmen.

Zu Beginn der 8. und 9. Klasse findet die jeweilige Informationsveranstaltung für den nächsten Austausch statt, da die Organisation ein Jahr Vorlauf in Anspruch nimmt. Dort wird dann auch ein Bewerbungsformular an Interessierte verteilt. Bei weiteren Fragen geben die Englischlehrkräfte bzw. die jeweilige Begleitung gerne Auskunft.

Taija Korbik